
Berlin Sommer 1939. Der zweite Weltkrieg steht kurz vor seinem Ausbruch, doch in der Reichshauptstadt tobt das Leben. Im luxuriösen Hotel Adlon treffen sich die Frauen der örtlichen Nazigrößen zum täglichen Champagner, bis an der Spree die Leiche einer Frau aus ihrer Mitte aufgefunden wird. Stillschweigend macht sich die SS in Gestalt des Offiziers Franz Beewen an die Ermittlungen. Die Untersuchung führt Beewen auf die Spur von Simon Kraus, ein begabter Psychoanalyst und Traumdeuter. Die Tote war seine Patientin und hat ihm während der Therapie einige brisante Geheimnisse offenbart. Die beiden ungleichen Männer beschließen zusammen zu arbeiten, doch als noch weitere Frauenleichen auftauchen, werden die Ermittlungen immer verstrickter und dadurch erschwert, dass es in Nazi-Deutschland Morde nicht geben darf.
Grangé ist der Altmeister des französischen Thrillers und mit dem vorliegenden Roman ist ihm ein besonderer Coup gelungen: In fast all seinen früheren Werken hat er den nationalsozialistischen Rassenwahn thematisiert, aber in moderne Zeiten transferiert. Nun begibt er sich zum ersten Mal schriftstellerisch in die Höhle des Löwen selbst und seziert dabei die deutsche Gesellschaft in Nazi-Deutschland minutiös.
Übersetzung: Übersetzt von Ina Böhme
Roman
Tropen, 26 €